Tripping The Light Fantastic im Interview über spätrömische Dekadenz, Brötchen und gute Fans

Nachdem es ja in letzter Zeit hier im Blog etwas düsterer zuging, ist es nun an der Zeit, mit etwas freundlicherem gesinnten, ja lebensfrohem aufzuschlagen. Passend zu den gefühlten ersten Sonnenstrahlen des Jahres, die sich zögerlich ihren Weg durch die grauen Wolken bahnen, kommen TRIPPING THE LIGHT FANTASTIC da gerade recht.

Das Hamburger Vorstadt-Septett mit der niedrigen Frauenquote lässt auf seiner gleichnamigen EP nichts unversucht, quietschfidele, gute Laune zu verbreiten und dem Winter-Trübsal entgültig den Marsch zu blasen. Sieben Musiker – Sieben Songs. Und nun kommt das Video. Der verfilmte Box Office Hit kommt frisch, fröhlich, tanzbar und karnevalesk daher. Und mit bunten Farben wird auch nicht gegeizt, so als wolle man mit aller Gewalt den Frühling herbeiorgeln. So, aber jetzt Schluss mit den Wettervergleichen und lieber das Video anschauen:

Tripping The Light Fantastic im Interview

Was war euer schönster musikalischer Vergleich, was der bescheuertste?

Am schönsten war sicherlich der mit dem flatternden Seidenschal, aber so ein richtig musikalischer Vergleich ist das ja auch nicht; obwohl – knistern tut der Schal schon, wenn man genau hinhört. Das ginge dann ja eher in Richtung Avantgardemusik, und sowas hört man ja gerne. Altered Images war auch nett. Oder Mick Jagger. Manchmal fallen dann auch die Namen zeitgenössischer Bands von der Insel, das ist immer ärgerlich, zumal wir da eigentlich wenig von hören. Da gibt’s auch eine erkleckliche Summe angenehmer Vertreter, aber als Einfluß können die eigentlich nicht herhalten.

Womit verdient ihr neben eurer Musikkarriere noch so eure Brötchen?

Neben Vertretern spätrömischer Dekadenz haben wir einen Propagandisten eingestellt, der von Dänemark aus operiert. Der Rest unternimmt gerade den Versuch, sich in die wissenschaftliche Elite einzuschleichen, so daß wir uns das System im Dienste unserer Zwecke zunutze machen können. Ob wir die Brötchen, die wir verspeisen, tatsächlich verdient haben, darüber mögen andere urteilen. Bei Konzerten werden uns von den Fans aber gerne welche zugesteckt, die finden wohl gut, was wir machen.

Zum Schluss: Was habt ihr, was WIR SIND HELDEN nicht haben?

Einen Saab. Und ein No-Budget-Video, das nicht billig aussieht; das ist bei Wir Sind Helden eher umgekehrt.

Mp3-Download: Tripping The Light Fantastic  – Last Chance Cowboy

Live zu bewundern sind die sympathischen Herrschaften mit Dame an folgenden Terminen:

28.02. Prinzenbar Hamburg
06.03. Ostpol Dresden
16.04. Zucker Bremen

Im Netz: Website / MySpace

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~ von krawattenbaer - Februar 22, 2010.

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