Mit Yeasayer das Gehör erweitern

•Februar 13, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Ok ich spare mir jetzt mal jede Kategorisierung und jegliches In-Schubladen-Stecken. Dies ist bei YEASAYER sowieso unmöglich. Und muss ja auch nicht immer sein.

YEASAYER gründeten sich 2006 in Brooklyn, New York City, und brachten 2007 ihr Debutalbum Album All Hour Cymbals hervor, auf dem sie bereits – unter anderem mit Chorgesängen – ordentlich herumexperimentierten. Der große Erfolg blieb damals aus, da sich die Musikpresse vornehmlich auf die Kollegen von VAMPIRE WEEKEND stürzte. Die übrigens heute gerne als Vergleich herangezogen werden.

YEASAYER bieten auf ihrem im Februar 2010 erschienenen, neuen Album Odd Blood einen großen Blumenstauß verschiedener stilistischer Einflüsse. Es gibt fast nichts, was die vier Musiker nicht verabeiten: Folk, Pop, Elektro, Afrobeats, psychotische Worldmusik, Rock und Gospel sind dabei nur einige Ingridentien. Trotzdem klingen die Songs bei aller Kompliziertheit recht eingänglich. Am besten ist es aber, man hört sich das ganze selbst einmal an.

YEASAYER befinden derzeit auf Europatour, drei Konzerte finden dabei in Deutschland statt:

09. März 2010: Knust – Hamburg
10. März 2010: Postbahnhof – Berlin
11. März 2010: 59/1 – München

Mp3-Downloads:

Yeasayer – O.N.E.
Yeasayer – Ambling Alp

Das komplette Album als Stream: Yeasayer – Odd Blood

Yeasayer im Netz: Website / MySpace
(md)

Zulu Pearls – Schmuckstücke im 70er-Layout

•Februar 9, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Bescheiden sind sie ja nicht gerade, die ZULU PEARLS: „Hinter der Oberfläche einer Popkultur-Wegwerflandschaft findet findet sich immer ein Juwel. ZULU PEARLS sind solch ein Juwel von einer Band“. Dies macht zumindest neugierig.

Ursprünglich aus Washington DC kommend, haben sie derzeit ihre Zelte in Berlin aufgeschlagen. Nachdem sie dort viel Live-Erfahrung sammeln konnten, steht nun ihre erste Scheibe in den Startlöchern: No Heroes Honeymoons soll sie heißen und ein DIY-Werk sein. Soll heißen: alles selbst gemacht. Dennoch will man nicht nach Lo-Fi klingen, was auch nicht der Fall ist. Die Perlen wollen nostalgisch klingen, aber ohne muffigen Retro-Geschmack. Als Einflüsse werden die 70er, Drinks, Punk und Soul genannt. Außerdem ekeln sie sich vor moderner Rockmusik. Man weiß zwar nicht, an wen sie dabei genau denken, verübeln kann man es ihnen manchmal aber nicht gerade. Ein Statement ist es allemal.

Perlen mit Punk Attitüde

Melodischer Rock mit poppigen Einflüssen und einer Prise Minimalistik – das ist es was die ZULU PEARLS gut können. Dazu versprühen sie eine gewisse wohltuende Wärme. Damit kommt man gut durch den Tag. Damit kann man entspannt und lässig den Abend mit einem (oder mehreren) Bierchen ausklingen lassen.

In der von „Elektro-DJ’s dominierten Stadt“ Berlin haben sie bereits ihre Nische gefunden. Gelingt ihnen dies es auch in anderen Städten? Ich würde mich jedenfalls über einen Hamburg-Auftritt freuen – bei einem (oder mehreren) Bierchen.

Mp3- Downloads Zulu Pearls – Hard an Young

Zulu Pearls – Keep it cool

Zulu Pearls – Ho Heros No Honeymoons

Im Netz: Homepage / MySpace
(md)

Grand Archives – Frankenstein auf gut gelaunt

•Februar 1, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Die GRAND ARCHIVES kommen genau richtig: Während sich unsereiner durch den zähen Winter schleppt und versucht, diesen mit guter Musik zu überbrücken, kommen die vier Seattler mit entspannten, gut gelaunten Tönen auf Europatour.

Die GRAND ARCHIVES, die sich ursprünglich nur ARCHIVES nannten, präsentieren ihr im letzten September veröffentlichtes, zweites Album Keep in Mind Frankenstein, auf dem sie geschmeidigen, ruhigen Indie-Rock mit melodischen Gitarren darbieten. Sänger und Gitarrist Mat Brooke, der bereits bei der BAND OF HORSES die Saiten bearbeitete,  sagt über das Album, es sei „ganz anders“ und „etwas düsterer“ ausgefallen als geplant. Und tatsächlich merkt man den Songs nach mehrmaligen Hören bisweilen einen leicht melancholischen Unterton an, der womöglich auf den Gesang zurückzuführen ist. Insgesamt einfach schöne Musik, mit der die GRAND ARCHIVES es bereits geschafft haben, mittels ihrer Single „Torn Blue Foam Couch“ vom ersten Album eine Episode der Serie „Scrubs“ zu betiteln.

Mp3’s als Download: Grand Archives – Silver Among the Gold 

Grand Archives – Oslo Novelist 

Morgen, den 02.02. spielen die vier Amerikaner im Berliner Tacheles, am Tag darauf im Kölner Studio 672, ehe sie am Dienstag, den 09.02. in der Prinzenbar in Hamburg gastieren.

Im Netz: Homepage  / Myspace 
(md)

Sub Pop Cybersex-Sampler 2010

•Januar 28, 2010 • 1 Kommentar

Es ist wieder soweit! Gleich zu Jahresbeginn kredenzt uns das Sub Pop Label ihren neuen Compilation-Sampler.

Insgesamt 19 Songs plus fünf weitere von verwandten Labels sind darauf enthalten. Unter andrem Beach House, Handsome Furs und Nirvana. 

Alles als 192 kBit/s – Mp3’s. Und alles for free! Aber die Sache hat einen Haken: beim Betreten der Seite besteht akute Augenkrebs-Gefahr. Daher gilt: Betreten auf eigene Gefahr. Kinder haften für ihre Eltern.

Doch Mut wird belohnt – es gibt vieles zu entdecken. Für (fast) alle Geschmäcker ist etwas dabei.
Der 2009er-Sampler, auf dem sich u. a. die Fleet Foxes, Iron Wine, The Vaselines und Grand Archives tummeln, ist dort übrigens ebenfalls noch erhältlch. Feine Sache also. Zuschlagen!

Download-Link: Sub Pop Cybersex-Sampler
(md)

Joakim & RSS setzen den Bunker unter Strom

•Januar 14, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Der Krawatteneisbär verkündet:

Alle Freunde der elektronischen Tanzmusik aufgepasst !!! Am morgigen Freitag hält das Ü&G mal wieder ein besonders empfehlenswerten Leckerbissen bereit. JOAKIM und THE DISKO werden die Lovetunes pünktich um 0Uhr eröffnen. Der Franzose tourt mit seiner Band momentan quer über den Erdball und wird uns mit Drums, Gitarren, Keyboards und anderen geräuscherzeugenden Maschinchen seinen wundervollen Sound um die Ohren hauen. Anschließend wird das dreiköpfige  DJ-Kollektiv RSS den Festsaal mit Slowhouse, vocallastigen Popperlen und kosmonautischen Discoschätzen zum abheben bringen. Steigt ein, es steht ein vielversprechender Abend vor der Tür und mit 13€ Spacecash schafft es  jede tanzfreudige Intelligenz ins Mutterschiff. (mir)

http://www.myspace.com/jimibazzouka

http://www.myspace.com/rssdisco

The XX auf Tour mit vier Konzerten in Deutschland

•Januar 10, 2010 • 1 Kommentar

Nachdem die Londoner auf ihrer Tour bereits Nordamerika abgegrast haben sind sie nun in Europa unterwegs und kommen am 12.01. in die Hamburger Fabrik. Es ist eines der frühen Konzerthighlights des noch jungen Jahres 2010. Das ursprünglich für das Grünspan vorgesehene Konzert ist bereits ausverkauft.

Einen Tag vorher, morgen, spielen Sie in Stuttagrt, ehe sie am 13.01. in Frankfurt und am 22.01. in Berlin im Astra-Kulturhaus auftreten.

The XX waren eine der großen Entdeckungen des Musikjahres 2009. Mit ihrem Debut-Album xx wirbelten sie die internationale Musiklandschaft und die Blogosphäre ordentlich durcheinander. Trotz oder gerade weil ihres mit 20 Jahren noch jungen Durchschnittalters schaffen die Briten es, einerseits auf angenehme Weise unaufgeregt und minmalistisch zu klingen und dennoch den Zuhörer mit Melodien und dunklem Spielwitz mitzureißen und in ihren Bann zu ziehen.

Viel Spaß all denjenigen, die eine Karte ergattern konnten!
Man darf zurecht gespannt sein auf die zukünftige Entwicklung der Band (md).

The xx – „Islands (Nosaj Thing Remix)“ (via keepreal)
Das komplette Album als Stream: The XX
(md)

Why Write? Ein Däne auf Eroberungstour

•Dezember 6, 2009 • 2 Kommentare

Why Write ?

Letzte Woche bekam der Krawatteneisbär Post aus Dänemark. Mal kiecken, dachte er sich – und wurde positiv überrascht. Why Write, das neue Projekt des dänischen Songwriters Jacob Faurholt sollte dem Krawatteneisbär schmackhaft gemacht werden – mit Erfolg.

Jacob Faurholt hat bereits unter eigenem Namen drei Alben herausgebracht. Nun geht er mit seinem neuesten Projekt Why Write auf musikalische Eroberungstour. Im Sommer dieses Jahres wurde die gleichnamige 5-Song-Debut-EP mit Freunden in Dänemark aufgenommen, von KRAMER (Low, Half Japanese) gemixt und im November dieses Jahres unter What A Mess! Records veröffentlicht. Promo-Arbeit macht er selbst. Dazu verschenkt er zwei seiner fünf Tracks. Insbesondere „Burning Holes“ kann mal als Geheimtipp bezeichnen.

Mp3-Downloads hier:
Why Write? – Burning Holes
Why Write – Jesus on a stamp

Leicht angedunkelter, melodischer Indie-Rock-Pop wie ihn sicher nicht nur der Krawatteneisbär zu schätzen weiß. (md)